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Wetterlexikon
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Immission
Die Einwirkung von gasförmigen, flüssigen oder festen Schadstoffen auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Gebäude, den Erdboden oder das Wasser. Die hygienisch maximal zulässige Immissionskonzentration ist für den jeweiligen Stoff im Bundesimmissionsschutzgesetz festgelegt.

Indianer-Sommer (Indian Summer)
Herbstliche Schönwetterperiode in Nordamerika, entspricht dem Altweibersommer in Deutschland, dem Birgittensommer in Schweden, dem Theresiensommer in Frankreich, dem Wenzelsommer in Böhmen und dem Witwensommer in der Schweiz.

Infrarotstrahlung
Im Strahlungsspektrum des Sonnenlichtes der an das sichtbare rote Licht oberhalb angrenzende Wellenlängenbereich. Im sichtbaren Licht hat der rote Anteil die größte Wellenlänge. Beim Übergang zu langwelligerer Strahlung erhält man nicht mehr sichtbare Infrarotstrahlung.

Instabilität der Atmosphäre
Entsteht durch Überhitzung am Boden oder Abkühlung in der Höhe. Oft wirken beide Ursachen zusammen, so dass Schauer und Gewitter entstehen. Eine Instabilität oder eine Labilität der Atmosphäre ist zum Beispiel typisch für das sogenannte Aprilwetter.

Interferenz
Gegenseitige Beeinflussung mehrerer in einem Raumpunkt zusammentreffender Wellen (Licht, Schall, Wasser). Fallen gleiche Wellenberge zusammen, summieren sie sich; trifft ein Wellenberg auf ein gleich großes Wellental, so löschen sie sich gegenseitig aus.

Interzeption
Unter dem Begriff Interzeption verstehen Meteorologen die Rückhaltung von Niederschlägen an Blättern und Zweigen der Pflanzen (vor allem in Wäldern) und der damit zusammenhängende Verdunstungsverlust; dieser Teil des fallenden Niederschlags erreicht nicht den Erdboden. In Wäldern können bis zu 50 Prozent der Wasserversorgung der Pflanzen durch Interzeption verloren gehen.

Inversion
Luftschicht, in der die Temperatur nicht nach oben hin abnimmt, wie dies normalerweise der Fall ist, sondern zunimmt. Mit dieser Temperaturumkehr ist auch eine Feuchteabnahme verbunden, so dass sich in der Inversionsschicht die Wolken auflösen oder zumindest abschmelzen und dabei eine typische Linsenform zeigen.

Ionosphäre
Der Teil der hohen Atmosphäre, in dem die Ionisation der Luft so stark, das heißt die Zahl der Ionen und freien Elektronen so groß ist, dass die Ausbreitung von Radiowellen merkbar beeinflusst wird. Die Ionisation wird in ihr hauptsächlich von der solaren Ultraviolett- und Röntgenstrahlung hervorgerufen.

Islandtief
Im Seegebiet um Island sehr häufig anzutreffendes, meist umfangreiches und quasi stationäres Tiefdruckgebiet. Es ist neben dem Azorenhoch als eines der Aktionszentren der Atmosphäre für die Witterung und das Klima Europas von großer Bedeutung und Teil der subpolaren Tiefdruckrinne.

Isobaren
Linien gleichen Luftdruckes, die auf Wetterkarten die verschiedensten Formen annehmen können; sie verlaufen manchmal lang gestreckt, zeigen Wellenformen oder schließen sich zu Kreisen oder Ellipsen. Sie werden im Abständen von 5 zu 5 Millibar gezeichnet und geben ein Bild von der Luftdruckverteilung, bezogen auf das Meeresspiegel-Niveau.

Isobronten
Linien gleicher Uhrzeit des ersten Donners ( Beginn des Gewitters); sie dienen der Darstellung von Geschwindigkeit, Zugrichtung und Verbreitung von Gewittern.

Isochoren
Linien konstanten Volumens in einem thermodynamischen Zustandsdiagramm.

Isogonen
Verbindungslinie der Orte mit gleicher Windrichtung; beim Erdmagnetismus Linien gleicher Werte der erdmagnetischen Deklination.

Isothermen
Linien gleicher Lufttemperatur. Meist wird die mittlere Tagestemperatur dargestellt.

ITC
Abkürzung für innertropische Konvergenzzone, in der Luftströmungen in Bodennähe zusammenfließen (konvergieren), hierbei zum Aufsteigen gezwungen werden und zu Wolkenbildung und Niederschlägen führen. Die äquatoriale Tiefdruckrinne stellt eine großräumige ITC dar.

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