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Wetterlexikon
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Nachtfrost
Unter Nachfrost versteht man ein Absinken der Temperatur unter 0 Grad Celsius durch nächtliche Ausstrahlung bei wolkenlosen Himmel und in windgeschützten Lagen. Nachtfröste werden von Bauern, Winzern und Gärtnern gefürchtet, wenn sie im Frühjahr auftreten.

Nebel
Nebel ist eine dem Boden aufliegende Wolke aus kleinen Wassertröpfchen, in der die Sichtweite unter einem Kilometer liegt. Nebel entsteht durch Abkühlung der Luft bis zu ihrer Sättigung mit Wasserdampf. Da der stärkste Temperaturrückgang am Abend unmittelbar über dem Erdboden einsetzt, setzt dann bei klarem Himmel meist die Nebelbildung ein.

Nebelauflösung
Die Auflösung von Nebel erfolgt hauptsächlich durch die Sonneneinstrahlung, welche vom Erdboden und den Nebeltröpfchen absorbiert wird. Reicht die Sonneneinstrahlung nicht aus, wie dies im Winter der Fall sein kann, so kommt es mitunter überhaupt nicht zur Nebelauflösung. Der Nebel löst sich dann erst durch andere Einflüsse auf, wie zum Beispiel durch die Windgeschwindigkeit. Nebellagen werden oft beendet, wenn durch das Heranziehen eines Tiefdruckgebietes der Wind auffrischt.

Nebeltag
Tag, an dem die horizontale Sichtweite geringer als ein Kilometer ist. Die Dauer des Nebels spielt dabei keine Rolle.

Nebeltreiben
Durchzug von Nebelschwaden, die sich in feuchter Luft bilden und vom Wind über den Beobachtungsort geweht werden. Beim Nebeltreiben schwankt die Sichtweite innerhalb kurzer Zeit mitunter beträchtlich. Besonders häufig kommt es auf Berggipfeln und an Berghängen vor.

Nebelvorhersage
Wichtiger Teil der Wettervorhersage, der eine Aussage über das voraussichtliche Eintreffen und die Dauer von Nebel (Sichtverschlechterung unter 1 Kilometer) enthält. Bei ihr wird anhand von Messwerten der aktuellen Wetterlage das Verhalten der nebelbildenden Faktoren abgeschätzt.

Niederschlag
Die über die Kondensation und Wolkenbildung hinaus fortgesetzte Abkühlung der Luft führt zum Ausscheiden von Kondensationsprodukten und damit zum Niederschlag, der in verschiedener Form aus der Wolke fallen kann. Er kann als Regen, Nieseln, Schnee, Graupel oder Hagel auftreten.

Aufgewirbelte Niederschläge
Feste Niederschläge, die bereits den Erdboden erreicht hatten und vom Wind, meist unter zusätzlicher Verstärkung durch Stau- und Düseneffekte, empor gewirbelt wurden. Ihre häufigsten Vertreter sind Schneefegen und Schneetreiben.

Nimbostratus (nimbus, lat.: regnerisch)
Die Regenwolke schlechthin. Die dicke, scheinbar undurchdringliche graue Masse entsteht aus großen Mengen feuchter Warmluft und bedeckt meist den ganzen Himmel. Unter ihr befinden sich häufig noch andere Wolken. Sie bringt Dauerregen oder starken Schneefall mit sich.

Nonius
Verschiebbarer Hilfsmaßstab an Messgeräten (Barometer), dessen Länge neun Einheiten des Messgerätes beträgt, und der seinerseits in zehn Teile unterteilt ist. Der Nonius erlaubt eine genaue Ablesung von Zehnteleinheiten. Erfunden wurde er von Pierre Vernier, jedoch nach dem Portugiesen Pedro Nunez (1492-1577) benannt.

Nordföhn
Der von Norden wehende Föhn auf der Südseite der Alpen; allgemein weniger deutlich ausgeprägt als der Südföhn, der auf der Nordseite der Alpen von Süden wehende Föhn. So hat Innsbruck nur an durchschnittlich drei Tagen pro Jahr Nordföhn, dagegen an 53 Tagen Südföhn.

Normal-Null
Die Ausgangsfläche für alle Höhenmessungen, festgelegt auf das mittlere Meeres-Niveau. Für Deutschland gilt seit 1879 das langjährige Mittelwasser des Amsterdamer Pegels; dieser wurde durch Nivellement zur Berliner Sternwarte übertragen und liegt dort bei 37 Metern über Normal-Null. Die Höhenangaben einzelner Bundesländer und des Auslands haben andere, von NN abweichende Bezugsniveaus.

Normalperiode
Ein international festgelegter 30-jähriger Zeitraum, zuletzt 1961-1990, dessen klimatologische Mittelwerte als Norm gelten und zu der neuere Werte in Beziehung gesetzt werden. Unter Angabe des Zeitraums werden jedoch auch andere Perioden als Norm benutzt, etwa die Säkularperiode 1851-1950 oder 1881-1930 bzw. 1891-1930.

Nullschicht
Nach H. Faust diejenige Schicht in etwa 10 Kilometern Höhe, in der die Senkrechtbewegungen der Luft gleich null sind, wo die Luft vom Tief zum Hoch strömt (im Gegensatz zur Grundschicht in 2 bis 3 Kilometern Höhe, wo die Luft vom Hoch zum Tief strömt). Die Nullschicht ist identisch mit der Schicht des hochtroposphärischen Windmaximums.

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