| Packeis |
| Durch Seegang, Strömung und Wind zusammengeschobene und aufgetürmte Eisschollen in den polaren Meeren. Packeis tritt vor allem im Nordpolarmeer auf. Die offenen Stellen zwischen den Eisfeldern nennt man Waken. Packschnee: Vom Wind verfrachteter Lockerschnee, der im Gebirge an der windabgewandten Seite von Hängen wieder abgelagert wird und sich dabei verfestigt. |
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| Packschnee |
| Vom Wind verfrachteter Lockerschnee, der im Gebirge an der windabgewandten Seite von Hängen wieder abgelagert wird und sich dabei verfestigt. |
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| Paläoklimatologie |
| Wissenschaft von den klimatischen Bedingungen der geologischen Vergangenheit. Sie bezieht ihre Kenntnisse aus der Art der Gesteine, der in ihnen vorkommenden Fossilien (Versteinerungen von Pflanzen und Tieren) sowie der Bodenarten, woraus sich ergeben hat, dass sich das Klima an jedem Ort der Erde im Laufe der Erdgeschichte gewandelt hat. |
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| Pascal |
| Druckeinheit und Einheit der mechanischen Spannung (nach B. Pascal, 1623-1662). Das Pascal wurde 1969 in Deutschland gesetzliche Einheit. In der Meteorologie wurde es 1. Januar 1984 eingeführt. Ein Hektopascal (hPa) entspricht einem Millibar (mbar). |
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| Passage |
| In der Meteorologie bezeichnet Passage den Durchgang einer Front (Kalt- oder Warmfront) an einem Ort. Sie ist an bestimmten Änderungen der meteorologischen Elemente zu erkennen, z. B. in der dreistündigen Drucktendenz am Übergang vom fallenden oder steigenden Luftdruck, bei den Wolken am Übergang von Stratus- zu Cumuluswolken oder beim Wind in der plötzlichen Änderung von Richtung und Geschwindigkeit. |
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| Passat |
| Die Passate sind großräumig wehende Winde. Sie sind der Ausgleich zwischen der aufsteigenden Luft am Äquator und der absteigenden Luft in den Hochdruckgebieten der Subtropen. Weil sich diese Konstellation kaum ändert, sind die Passate auch als außerordentlich konstant wehende Winde bekannt. Aufgrund der Erdablenkung ergibt sich auf der Nordhalbkugel der Nordost- und auf der Südhalbkugel der Südostpassat. Weil die Passate aus Hochdruckgebieten wehen, sind sie im allgemeinen trockene Winde. |
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| Passat |
| Eine zwischen den Wendekreisen und den Tropen zu beobachtende Luftströmung, die auf der Nordhalbkugel als Nordostpassat, auf der südlichen Halbkugel als Südostpassat, also vom Rossbreiten-Hoch zur äquatorialen Tiefdruckrinne strömt und bis etwa 2 Kilometern Höhe reicht. Darüber liegt die Passat-Inversion, weshalb sich im Passat nur flache Cumulus-Wolken bilden. Er ist Teil des allgemeinen Circulationssystems, das über dem Meer deutlich ausgeprägt ist. |
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| Passatgürtel |
| Zwischen den Subtropenhochs und der innertropischen Konvergenzzone findet ein ständiger Luftaustausch statt. Die Passate transportieren trockene Luft und sind für die Wüstenklimate in diesen Regionen verantwortlich. Auf der Nordhalbkugel wehen diese Winde von Nordosten, auf der Südhalbkugel von Südosten. |
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| Passwind |
| So nennt man eine Ausgleichsströmung zwischen warmen Tälern und kalten Bergen, bei der die größte Windgeschwindigkeit in Passhöhe beobachtet wird. Diese Ausgleichsströmung wird durch eine unterschiedlich starke Hebung der Isobarenflächen als Folge der täglichen Erwärmung hervorgerufen. |
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| Perigäum |
| Perigäum bezeichnet die Erdnähe des Mondes. Den Gegensatz nennt man Apogäum. Das ist der fernster Punkt des Mondes (oder eines abderen Himmelskörpers) von der Erde. Perihelium ist die Nähe der Sonne zur Erde, im Gegensatz zum Aphelium, der Sonnenferne. |
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| Perlmutterwolken |
| In 20 bis 30 Kilometern Höhe auftretende, den Cirren ähnliche, oft linsenförmige Wolken, die hell glänzen und perlmutterfarbig irisieren. Sie bestehen aus Eiskristallen, an denen das Sonnenlicht gebrochen und in seine Spektralfarben zerlegt wird. Beobachtet werden sie vor allem in Nordafrika, Alaska und in in der Antarktis. |
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| Perlschnur-Blitz |
| Seltene Blitzart, die aus einer Reihe von Lichtpunkten besteht, die einer Perlschnur gleichen. Der Perlschnur-Blitz ist vermutlich der Übergang vom Linienblitz oder Flächenblitz zum Kugelblitz. Die Erde wird in jeder Sekunde von ungefähr hundert Blitzen getroffen. |
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| Permafrost |
| In der Fachliteratur übliche Bezeichnung für den Dauerfrostboden. Der Boden ist ständig tiefgründig gefroren und taut nur in der warmen Jahreszeit oberflächlich auf. Dauerfrostboden kommt hautsächlich in den Polar- und Tundrengebieten vor. |
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| Pflanzwetter |
| Wird auch als Wachswetter bezeichnet; ein feucht-trübes, warmes Wetter. |
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| Phänologie |
| Wissenschaft, die die Entwicklungsphasen an Kultur- und Wildgewächsen aufzeichnet und mit dem Wetter in Zusammenhang bringt. Die wichtigsten Phasen sind die Blattentfaltung, die Blüte, Reife und Laubfärbung. Die Phänologie ist ein Teilgebiet der Agrarmeteorologie. |
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| Photometer |
| Instrument zur Bestimmung der Stärke einer Lichtquelle. In der Meteorologie wird es z. B. zur Messung der Sonnen- und Himmelsstrahlung verwendet. Man unterscheidet optische (visuelle), lichtelektrische und photographische Photometer. Bei einem optischen Photometer wird als Strahlungsindikator die natürliche Empfindlichkeit des Auges benutzt. |
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| Pilotballon |
| Der Pilotballon dient optisch der Feststellung der Wolkenuntergrenze sowie - mittels eines Theodoliten - zur Feststellung von Richtung und Geschwindigkeit eines Höhenwindes. Ein Gummiballon ist mit Wasserstoffgas gefüllt und hat eine konstante Steiggeschwindigkeit, die sich aus Steigkraft und Gummigewicht errechnet. |
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| Planetarische Wellen |
| Veränderungen der Höhenwindströmungen bei einer Ausdehnung von mehr als 5000 Kilometern. Sie steuern die Hoch- und Tiefdruckgebiete in Bodennähe und bestimmen die Bahn der synoptischen Störungen. Sie spielen für die mittelfristige Wettervorhersage eine entscheidende Rolle, während die synoptischen Wellen für die kurzfristige Wettervorhersage von Bedeutung sind. |
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| Platzregen |
| Heftiger, großtropfiger Niederschlag mit hoher Intensität, der mindestens mehrere Minuten anhält. Die Niederschlagsmenge beträgt mindestens das eineinhalb Fache der Niederschlagsmenge eines Starkregens pro Zeiteinheit. Platzregen treten vor allem tagsüber im Frühjahr und im Sommer auf. Sie werden häufig von Gewittern begleitet. Sie sind eine ausgeprägte Erscheinung der Tropen. |
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| Pluvialzeit |
| Eine Zeit stärkerer Niederschläge in den heutigen Trockengebieten der Subtropen. Die Pluvialzeit entspricht den Eiszeiten des Pleistozäns (Eiszeitalter). |
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| Pluviometer |
| Veraltete Bezeichnung für ein Gerät zur Messung der Niederschlagshöhe (lat. pluvius = regenspendend). Ein Niederschlagsmesser wird auch als Hyetometer, Ombrometer oder Regenmesser bezeichnet. Auffanghöhe und Auffangfläche dieser Geräte sind nicht in allen Ländern einheitlich. |
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| Polarbanden |
| Ältere Bezeichnung für Cirrus-Wolken, die sich in Form von mehreren parallelen, schmalen Bändern über den Himmel erstrecken (Cirrus radiatus). Cirrus-Wolken entstehen an der Grenze verschieden temperierter Luftmassen und bringen erfahrungsgemäß eine Wetterverschlechterung. |
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| Polare Ostwinde |
| Arktis (um den Nordpol) und Antarktis (um den Südpol) sind die Kältekammern der Erde. Hier sammelt sich kalte, schwere Luft und fließt in Richtung Äquator ab. Die Erddrehung sorgt dafür, dass aus diesem Kälteabfluss ein Ostwind wird. |
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| Polargrenze |
| Die Grenze der polwärtigen Verbreitung bestimmter Pflanzen- und Tierarten, aber auch menschlicher Siedlungen und des Anbaus von Kulturpflanzen. Für jede Tier- und Pflanzenart gibt es eine eigene Polargrenze, da ihre Verbreitung von unterschiedlichen Klimafaktoren abhängig ist. |
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| Polarlicht |
| Lichterscheinung am nächtlichen Himmel in Höhen zwischen 100 und 400 km, die durch das Zusammenwirken der Partikelstrahlung (Protonen und freie Elektronen) der Sonne und des Magnetfeldes der Erde entstehen. Polarlichter werden hauptsächlich in polaren Regionen, gelegentlich aber auch bei uns in Mitteleuropa beobachtet. Sie enthalten alle Spektralfarben und zeichnen sich durch große Farbenpracht und Formenreichtum aus. |
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| Polarluft |
| Sie gelangt je nach Ursprungsgebiet und Weg in verschiedenen Varianten nach Mitteleuropa und ist hier an rund 200 Tagen im Jahr wetterbestimmend. |
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| Maritime Polarluft |
| Ursprungsgebiet der maritimen Polarluft ist Grönland oder Labrador. Auf ihrem Weg nach Europa muss sie einen großen Teil des Atlantischen Ozeans überqueren, wo sie in den unteren Schichten ständig Feuchte aufnimmt. Dabei gelangt sie über zunehmend wärmeres Wasser und wird in den unteren Schichten immer stärker labilisiert, was sich in einer zunehmenden Schauertätigkeit ausdrückt. |
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| Polwanderung |
| Auch Polverschiebung genannt; Verlagerung der Drehachse der Erde und damit der Pole im Laufe der Erdgeschichte. Mit einer Polwanderung versucht man, klimatische Verhältnisse und deren Auswirkungen in früheren Erdperioden zu erklären. |
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| Polymeter |
| Älteres, heute nicht mehr verwendetes Mehrzweckmessgerät. Es besteht aus einer Kombination von Thermometer und Haarhygrometer und dient neben der Lufttemperaturmessung und der relativen Feuchteanzeige zur raschen Bestimmung des Taupunktes und des Sättigungsdampfdrucks. |
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| Postfrontal |
| Nach Durchgang einer Front auftretend, zum Beispiel Druckanstieg und Sichtbesserung nach einer Kaltfront. Gegensatz: Präfrontal = vor einer Front, zum Beispiel Aufgleitniederschläge vor einer Warmfront. |
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| Psychrometer |
| Instrument zur Messung von Lufttemperatur und Feuchtigkeit. Der Psychrometer besteht aus zwei Thermometern. Eines davon ist mit einem Quecksilbergefäß mit feuchtgehaltenem Musselin umhüllt. Durch einen Aspirator wird Luft an den Thermometern vorbei gesaugt, die beim feucht gehaltenen Thermometer niedrigere Werte zur Folge hat. Die Differenz beider Temperaturwerte ist ein Maß für den Dampfdruck und die relative Feuchtigkeit. |
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| Purpurlicht |
| Eine etwa 15 Minuten nach Sonnenuntergang über dem Westhorizont zu beobachtende Dämmerungserscheinung in Form einer kreisförmigen rötlichen Scheibe. Sie ist am deutlichsten bei einer Tiefe der Sonne von etwa 4 Grad unter dem Horizont zu sehen. Zuerst als Purpurlicht, dem bei einer Sonnentiefe von rund 7 Grad ein zweites, schwächer ausgeprägtes Purpurlicht folgt. |
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