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Wetterlexikon
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Randtief
Kleines Tiefdruckgebiet, das sich an der Kaltfront eines Zentraltiefs ausgebildet hat. Das Randtief kann, obwohl schwach ausgeprägt, sehr wetterwirksam sein. Es zeichnet sich durch markante Wettererscheinungen aus (Drehen und Auffrischen des Windes, Bewölkungsaufzug, Niederschläge) und entwickelt sich oft zu einem kräftigen Tiefdruckgebiet.

Regen
Aus den Wolken fallender flüssiger Niederschlag, dessen Tröpfchen größer sind als 0,5 Millimeter, maximal haben sie einen Durchmesser von 7 Millimetern; die Fallgeschwindigkeit beträgt je nach Größe 1 bis 8 Meter pro Sekunde. Man unterscheidet Landregen, Starkregen (Wolkenbruch) und Regenschauer.

Künstlicher Regen
In Gebieten, die häufig unter Wassermangel leiden wie z. B. in den Subtropen, wird versucht, den Regen auf künstliche Weise herzustellen. Dazu wird vom Flugzeug aus eine Wolke z. B. mit Silberjodid geimpft. Leider lassen die bisherigen Versuche noch keine eindeutigen Schlüsse zu, ob sich dieses Verfahren bewährt.

Unterkühlter Regen
Unterkühlter Regen besteht aus Regentropfen, die beim Fallen durch eine dem Boden aufliegende kalte Luftschicht in unterkühlten Zustand versetzt worden sind und beim Auftreffen auf den Erdboden oder auf Gegenstände zu Glatteisbildung führen.

Regenbogen
Farbige Lichterscheinung in spektraler Anordnung (Rot, Orange, Gelb, Grün, Indigo, Violett). Er entsteht durch Spiegelung und Brechung des Sonnenlichts in Regentropfen. Der Hauptregenbogen ist innen violett und außen rot gefärbt, beim Nebenregenbogen ist die Farbenfolge entgegengesetzt. Je nach Größe der Regentropfen ist der Regenbogen mehr oder weniger farbenprächtig.

Regenschatten
Niederschlagsarmer Raum auf der Leeseite, d.h. auf der der vorherrschenden Windrichtung (meist West) abgekehrten Seite von Gebirgen.

Regenschauer
Niederschläge von kurzer Dauer, die aus Cumulonimbuswolken (Regenwolken) fallen und durch starke Schwankungen ihrer Intensität und ein charakteristisches Aussehen des Himmel gekennzeichnet sind. Bei Regenschauern fallen verhältnismäßig große Tropfen, die auf das Durchlaufen des Eisstadiums während der Entstehung hinweisen.

Regentag
Tag mit einer 24-stündigen, zum Frühtermin (7 Uhr Ortszeit) des Folgetages gemessenen Niederschlagsmenge von mindestens 0,1 Liter Regen pro Quadratmeter. Bei einem Starkregentag müssen mehr als 10 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen sein.

Regentropfen
Nach Radarmessungen ist der kleinste Tropfen in den Wolken 0,1 Millimeter groß und wiegt ein Fünfzigstel Gramm. Der größte Tropfen misst 7 Millimeter und wiegt 4,2 Gramm. Größer können Regentropfen nicht werden, da sie sonst auseinander platzen.

Regenwald
Ein immergrüner, üppiger Urwald in den Tropen mit sehr hohen Niederschlägen. Die mittleren Jahrestemperaturen liegen zwischen 25 und 30 Grad, daher wird er auch Treibhaus der Erde genannt. Der Regenwald erstreckt sich über die Äquatorialgebiete Amerikas, Afrikas und Asiens.

Regenzeit
Die Jahreszeit reicher Niederschläge; besonders in den Tropen in ausgeprägtem Wechsel mit der Trockenzeit; sie ist hier von der Lage der innertropischen Konvergenz (ITC) abhängig. Mitteleuropa hat zu allen Jahreszeiten Regen, doch finden sich im deutschen Mittelgebirge Gebiete mit einem Maximum der Niederschläge im Winter, während in den Tälern ein solches Maximum im Sommer auftritt.

Reibung der Luft
Darunter verstehen Meteorologen eine für die Strömungsvorgänge in der Atmosphäre sehr wesentliche Erscheinung. Aus diesem Vorgang erklärt sich auch die Rechtsdrehung des Windes und die Geschwindigkeitszunahme mit der Höhe.

Reif
Wasserdampf in der Luft, der sich bei nächtlicher Abkühlung unter 0 Grad bildet und am Erdboden und an Gegenständen anlagert. Reif besteht aus schuppen- oder nadelförmigen Eiskristallen. Als Reifpunkt bezeichnet man diejenige Temperatur, auf die sich die Luft abkühlen muss, damit die Reifbildung eintritt.

Reifpunkt
Als Reifpunkt bezeichnet man diejenige Temperatur, auf die sich die Luft abkühlen muss, damit die Reifbildung eintritt. Der Reifpunkt ist ein Maß für die Feuchtigkeit der Luft.

Rhythmus im Wettergeschehen
Wiederholung des gleichen oder ähnlichen Witterungsgepräges nach Ablauf des immer gleichen Zeitraumes. So hat z. B. E. Dinies für Deutschland fünf Reihen zwölfjähriger Rhythmen trockener und nasser Hochsommer ermittelt, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichen.

Rossbreiten
Die Rossbreiten sind subtropische Hochdruckgebiete, in denen beständiges und windstilles Wetter herrscht. Der außergewöhnliche Name stammt von spanischen Seefahrern, die ihre Kolonien in Amerika mit Pferden versorgten. Gerieten sie in eine Flaute, mussten viele Pferde verhungern, und wurden über Bord geworfen.

Rückseitenwetter
Nach dem Durchzug einer Kaltfront herrschendes Wetter mit Luftdruckanstieg, stark wechselnder Bewölkung, Schauerneigung und sehr guten Sichtverhältnissen. Den Gegensatz nennt man Vorderseitenwetter: Vor dem Durchgang einer Warmfront mit den Merkmalen Luftdruckabfall, Aufzugsbewölkung und einsetzendem Landregen.

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