| Tagesgang |
| Typische Änderung meteorologischer Größen im Tagesverlauf, z. B. die Temperatur mit einem Minimum nach Sonnenaufgang und einem Maximum am frühen Nachmittag, die Feuchtigkeit im temperaturentgegengesetzten Gang oder der Wind mit Geschwindigkeitsmaximum in Bodennähe gegen Mittag sowie der Sicht mit Minimum in den Frühstunden und Maximum in den Abendstunden. |
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| Tagwind |
| Darunter versteht man den talaufwärts wehenden Wind im Gebirge. Er entsteht infolge der Tageserwärmung und setzt im Sommer verstärkt vormittags ein. Der Gegensatz hierzu ist der Nachtwind. Er weht talabwärts und setzt gegen Abend ein. |
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| Taifun |
| Bezeichnung für tropische Wirbelstürme im Bereich des westlichen Pazifiks. Sie richten vor allem in der Zeit zwischen Juli und November in Japan beziehungsweise an den Ost- und Südostküsten Asiens häufig große Verheerungen an. Der Name kommt aus dem Chinesischen (tai fung) und bedeutet großer Wind. |
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| Talnebel |
| Darunter versteht man einen Abkühlungsnebel, der von der Höhe aus gesehen nur in Tälern und Mulden vorkommt. Dort besteht für die durch nächtliche Ausstrahlung sich abkühlende Luft keine Ausweichmöglichkeit. Talnebel beobachtet man vor allem im Herbst in Flusstälern und in den Mittelgebirgstälern. |
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| Tau |
| Sammelbezeichnung für an der Erdoberfläche, an Gegenständen oder Pflanzen abgesetzte Wassertropfen, die durch Kondensation des Wasserdampfes aus der umgebenden Luft entstehen. Die Kondensation wird durch Abkühlung bei nächtlicher Ausstrahlung hervorgerufen. |
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| Tauniederschlag |
| Die allein aus dem Taubeschlag resultierende Niederschlagshöhe. Im allgemeinen ist dieser Betrag unter mitteleuropäischen Klimaverhältnissen gering. Je Nacht werden etwa 0,1 bis 0,2, selten bis 0,5 Millimeter gemessen. Der Anteil am Gesamtniederschlag beträgt etwa 2 bis 5 Prozent. Dagegen stellt der Tau in den Trockengebiete der Erde über weite Strecken des Jahres die einzige Quelle der Wasserversorgung für die Vegetation dar. |
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| Tauplatte |
| Zur Taumessung verwendete, aus einer Mischung aus Kieselgur, Alabaster und Wasser im Verhältnis 1:2:4 bestehende, sehr wasseraufnahmefähige poröse Platte von einem Zentimeter Dicke und 100 Quadratzentimeter Fläche. Meist werden nachts mehrere Tauplatten an verschiedenen Orten ausgelegt. Am nächsten Morgen bestimmt man ihre Gewichtszunahme. |
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| Taupunkt |
| Diejenige Temperatur, auf die sich die Luft abkühlen muss, damit der in ihr enthaltene Wasserdampf zu kondensieren beginnt. So beträgt zum Beispiel bei 15 Grad Celsius und 50 Prozent relativer Feuchte der Taupunkt 4,6 Grad Celsius. Bei einer Feuchte von 100 Prozent entspricht der Taupunkt der aktuellen Temperatur von 15 Grad Celsius. |
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| Temperatur |
| Wärmezustand der Luft bzw. des Bodens, abhängig vor allem von Sonnenstand, Ortshöhe, Luftströmungen und -feuchtigkeit sowie der physikalischen Oberflächenbeschaffenheit. Die mittlere Lufttemperatur an der Erdoberfläche (bezogen auf die gesamte Erde) beträgt 14,3 Grad Celsius. |
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| Temperaturgradient |
| Eine Temperaturänderung pro hundert Meter Höhenunterschied, die deshalb auch vertikaler Temperaturgradient genannt wird. Ist der Gradient oder das Gefälle bei trockener bzw. ungesättigter Luft geringer als 1 Grad Celsius pro hundert Meter, so herrscht eine stabile Schichtung der Atmosphäre. |
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| Temperatursinn |
| Fähigkeit zur Wahrnehmung von Temperaturunterschieden. Er warnt vor zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen und führt zum Aufsuchen der für den Stoffwechselablauf geeignetsten Temperatur, dem Temperatur-Optimum, das z. B. für den mitteleuropäischen Menschen bei 21 Grad Celsius liegt (bei gleichzeitiger relativer Feuchte von 60 Prozent). |
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| Temperatursumme |
| Ein Begriff in der Klimatologie, der als Maß für die Intensität einer Erscheinung genommen wird. Beispielsweise ist die Kältesumme die Summe aller negativen Tagesmitteltemperaturen. Sie ist das Maß für die Strenge eines Winters. Das Gegenteil hiervon ist die Wärmesumme. |
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| Temperaturumkehr |
| Darunter verstehen Meteorologen die Temperaturzunahme mit der Höhe. So ist es auf den Bergen dann wärmer als in den Niederungen. Eine Temperaturumkehr nennt man auch Inversion, und ist mit einer Feuchteabnahme der Luft verbunden. Dabei lösen sich die Wolken auf. |
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| Tensiometer |
| Gerät zur Messung der Bodenfeuchte. Das Messprinzip beruht auf der Bestimmung der von der Bodenfeuchte abhängenden Saugkraft der Wurzeln, welche diese aufwenden müssen, um dem Boden Wasser zu entziehen. Gut funktionieren Tensiometer nur bei relativ hohem Bodenwassergehalt. |
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| Thermik |
| Ein in der Segelfliegerei üblicher Ausdruck für das Aufsteigen von warmer Luft und die damit verbundenen Aufwinde. Als Wind-Thermik wird der Aufwind in den Bergen bezeichnet. Thermik ist für den Segelflug von wesentlicher Bedeutung, da die Vertikalbewegung das motorlose Fliegen über größere Strecken ermöglicht. |
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| Thermometer-Hütte |
| Jalousiehütte zur Unterbringung der hauptsächlichsten Wetterbeobachtungsinstrumente, wie Psychrometer, Hygrometer, Thermograph, Hygrograph und Extrem-Thermometer. Die Thermometer-Hütte, auch englische Hütte genannt, schützt die Instrumente in der Standardhöhe von 2 Metern über dem Erdboden vor direkter Strahlung von Sonne und Erdboden. |
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| Thermosphäre |
| Sie umfasst den größten Teil der Atmosphäre (80 bis 480 Kilometer Höhe). In ihr werden die Luftmoleküle durch die aus dem All auftreffende kurzwellige Strahlung aufgeladen. Durch diesen Prozess entsteht Wärme. Daher nimmt in der Thermosphäre wieder die Temperatur mit der Höhe zu, bis sie etwa 1000 Grad erreicht hat. |
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| Tiefdruckgebiet |
| Gebiet relativ niedrigen Luftdruckes, dessen Zentrum den niedrigsten Druckwert aufweist und in der Wetterkarte von einer oder mehreren Isobaren umschlossen ist. Es ist eine sehr wetterwirksame Erscheinung mit einem ausgeprägten Frontensystem. |
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| Tiefdruckwetter |
| Luft strömt auf der Nordhalbkugel spiralförmig gegen den Uhrzeigersinn in ein Tief hinein. Die Folge: Im Zentrum des Tiefs muss die Luft nach oben steigen. Wolken entstehen, die Regen bringen. Daher sind Tiefs in der Regel mit schlechtem Wetter verbunden. Tiefdruckwetter wird auch zyklonal genannt. |
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| Tierkreis |
| mit der Ekliptik als Mittellinie am Himmel verlaufendes Band von zwölf Sternbildern: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische, von denen je drei, mit Widder beginnend, Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterzeichen heißen, in denen die Sonne, von der Erde aus gesehen, im Laufe des Jahres wandert. |
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| Topographie |
| Höhenwetterkarte, die die Luftdruckverhältnisse in höheren Luftschichten darstellt. Gebräuchlich ist zum Beispiel die Darstellung des Abstandes der 500 Millibarfläche vom Erdboden als absolute Topographie. Die Schichtlinien in Abständen von 4 zu 4 geopotentiellen Dekametern (ca. 40 Metern) heißen hier Isohypsen. |
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| Tornado |
| Tritt als verheerender Wirbelsturm in Nordamerika auf. Obwohl seine höchsten Geschwindigkeiten nicht messbar sind, weil die Messgeräte zerstört werden, so lassen doch die dabei angerichteten Verwüstungen vermuten, dass in einem Tornado Windgeschwindigkeiten von 300 bis 1000 Kilometer pro Stunde auftreten können. |
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| Totalisator |
| Meteorologisches Gerät, das den Niederschlag über einen längeren Zeitraum sammelt. In höhen Berglagen sammelt man in einer Jahreszeit bis zu 4000 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Damit dieser nicht verdunstet, schützt man ihn durch eine Ölschicht. Vor Gefrieren schützt Salz, das man beigibt. |
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| Treibeis |
| Das auf Flüssen und dem Meer treibende Eis. Es gelangt mit den kalten Meeresströmungen aus polaren Zonen bis in niedere Breiten, gelegentlich bis zum Breitenkreis von 36 Grad (Treibeisgrenze). Daher besteht häufig eine Gefahr für die Schifffahrt. Mit einem treibenden Eisberg stieß der englische Passagierdampfer Titanic auf seiner Jungfernfahrt am 15. April 1912 südlich der großen Neufundlandbank zusammen und ging unter; dabei kamen 1513 Menschen ums Leben. |
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| Trog |
| Gebiet tiefen Luftdrucks innerhalb der Rückseitenströmung eines kräftigen, bereits zu altern beginnenden Tiefdruckgebietes. Der aus hochreichender Kaltluft bestehende Trog wandert meist in einem bestimmten Abstand hinter der Kaltfront her. Tröge zeichnen sich durch lebhafte Schauertätigkeit und starke bis stürmische Winde aus. |
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| Troglage |
| Als Großwetterlagen sind zwei typische Troglagen definiert, die oft für mehrere Tage die Witterung Mitteleuropas beeinflussen. Dies ist der Trog über Westeuropa, der unbeständiges, aber nicht durchweg unfreundliches Wetter zur Folge hat, und der Trog über Mitteleuropa, der unbeständiges und unfreundliches Wetter bringt. |
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| Trombe |
| Räumlich eng begrenzter Wirbelsturm von unterschiedlicher Größenordnung. Man unterscheidet Klein-Tromben, zu denen Sand- oder Staubhosen sowie Sand- oder Staubteufel zählen und Groß-Tromben (z. B. Windhosen), die in vegetationsarmen Trockengebieten, aber auch über wärmeren Zonen in Mitteleuropa auftreten. Sie können einen Durchmesser von bis zu 200 Metern erreichen. |
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| Tropen |
| Die Tropen sind das Treibhaus am Äquator. Gleichmäßig hohe Temperaturen und ausgiebige Regenfälle sorgen für eine üppige Vegetation. Schwere Gewitter sind an der Tagesordnung. In den Tropen herrscht ein sogenanntes Tageszeitenklima. Die Unterschiede zwischen Tag und Nacht sind hier größer als die zwischen den einzelnen Jahreszeiten. |
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| Tropenkrankheiten |
| Erkrankungen, die vor allem in tropischen Gebieten auftreten und durch spezifische Krankheitserreger verursacht werden. Sie werden bei Menschen aus gemäßigten Zonen durch klimabedingte Herabsetzung der Widerstandskraft, z. B. gegen Malaria, Gelbfieber, Schlafkrankheit, Lepra und Amöbenruhr gefördert. |
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| Tropfenzähler |
| Messfühler zur digitalen Erfassung der Niederschlagsmenge im Niederschlagsschreiber. Sein Messprinzip beruht auf der Ausnutzung der Adhäsionskräfte (Anziehungskräfte) zwischen einem Wassertropfen und der Wandung einer Abtropfdüse. |
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| Afrikanische Tropikluft |
| Die afrikanische Tropikluft kommt nur in sehr seltenen Fällen nach Mitteleuropa. Ihr Ursprungsgebiet ist die Sahara. Von hier aus gelangt sie mit Saharastaub beladen an die afrikanische Mittelmeerküste, wo sie Temperaturen von 50 Grad und mehr hervorruft. Als Folge des Saharastaubes erscheint in ihr der Himmel grau und die Sonne selbst im Zenit dunkelrot. |
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| Kontinentale Tropikluft |
| Sie hat ihren Ursprung über dem südlichen Balkan und Kleinasien und kommt mit der Ostströmung eines kontinentalen Hochdruckgebietes nach Europa. In der warmen Jahreszeit zeichnet sie sich durch Trockenheit und große Hitze (Temperaturen über 30 Grad) aus. Im Winter ist sie für Mitteleuropa ohne Bedeutung |
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| Maritime afrikanische Tropikluft |
| Gelangt trockene afrikanische Tropikluft an das Mittelmeer, und zieht darüber hinweg, reichert sie sich mit Feuchte an und wird so zur maritimen afrikanischen Tropikluft. Wird sie an einem Gebirge wie den Alpen zum Aufsteigen gezwungen, so kommt es durch Hebungsabkühlung im Luv zu heftiger Staubewölkung. |
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| Troposphäre |
| Das ist der unterste Bereich der Atmosphäre. Er reicht über Mitteleuropa bis in eine Höhe von 12 Kilometern. In der Troposphäre spielt sich praktisch das gesamte sichtbare Wettergeschehen ab. Man unterteilt sie in die Grundschicht (0 bis 1 Kilometer Höhe), in die Konvektionsschicht (1 bis 8 Kilometer) und Tropopausenschicht (8 bis 12 Kilometer Höhe). |
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| Trübung |
| Verringerung der Lichtdurchlässigkeit der Atmosphäre durch Staubteilchen und Dunst- und Wassertröpfchen, die eine erhöhte Absorption und Streuung der Sonnen- und Himmelsstrahlung verursachen und im Gegensatz zu einer reinen Atmosphäre eine mehr weißliche Himmelsfarbe bewirken. |
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| Tundra |
| Vegetationstyp jenseits der subpolaren Waldgrenze (Kältesteppe), der besonders in Nordsibirien und in Nordamerika verbreitet ist. Der Boden taut hier im Sommer nur kurzfristig oberflächlich auf (Dauerfrostboden). Die lange Frostperiode, niedrige Temperaturen und Nährstoffarmut stellen nur eine kümmerliche Lebensgrundlage dar. |
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| Turbulenz |
| Ungeordnete Strömungsbewegung bzw. auf- und absteigende Luftströme mit Wirbelcharakter. Sie sorgt für eine senkrechte Durchmischung in der Atmosphäre (Austauschvorgänge). Beim Gegensatz handelt es sich um eine laminare, schwankungsfreie, glatte Strömung. |
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