| Zeitgleichung |
| Die Differenz zwischen wahrer (WOZ) und mittlerer Ortszeit (MOZ). Die Zeitgleichung schwankt im Jahresverlauf. Diese Schwankungen werden durch die ungleichmäßige Bewegung der Erde und durch die Schiefe der Ekliptik verursacht. Die Zeitgleichung hat zwei Maxima (14. Mai und 3. November) und zwei Minima (12. Februar und 26. Juli). |
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| Zeitreihe |
| Festen Zeitpunkten (Terminen) oder Zeitintervallen zugeordnete Menge beobachteter oder gemessener Daten. Es kann sich dabei um stündliche, tägliche, monatliche, jährliche oder aus mehreren Jahren (z. B. Normalperiode) stammende Termin-, Extrem- oder Mittelwerte eines Klimaelements handeln. |
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| Zentralhoch |
| Bei einem europäischen Zentralhoch handelt es sich um ein Hoch mit hohem Kerndruck über Mitteleuropa. Eine Strahlungswetterlage, die überwiegend heiter und trocken ist, und im Winter kalt mit Nebelneigung in den Niederungen, im Sommer sehr warm mit seltenen Wärmegewitter. |
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| Zentraltief |
| Ein Zentraltief ist ein Schlechtwettergebiet mit großer räumlicher Ausdehnung, das nicht wandert, sondern längere Zeit (bis zu zwei Wochen) an einem Ort bleibt. Kleinere Randtiefs umkreisen das Zentraltief entgegen dem Uhrzeigersinn. |
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| Zentrifugalkraft |
| Die vom Mittelpunkt einer kreisförmigen Bewegung weg gerichtete Kraft, die in der Meteorologie vor allem bei der Bewegung des Windes um ein Hoch- oder Tiefdruckgebiet eine Rolle spielt. Der Wind umweht (auf der nördlichen Erdhälfte) ein Hoch im Sinne des Uhrzeigers, ein Tief im entgegengesetzten Sinn. |
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| Zerstreuungskoeffizient |
| Lehre von der Luftelektrizität der Ladungs- oder Spannungsverlust eines Elektrometers in der Minute (in Prozenten ausgedrückt) unter dem Einfluss der Ionen in der Atmosphäre. Er ist nicht konstant, sondern vom Wetter abhängig; er ist am größten bei trockenem, klaren Wetter, am kleinsten bei feuchtem, nebligen Wetter, weil bei letzterem die Beweglichkeit der Ionen stark herabgesetzt ist. |
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| Zirkulation |
| In der Meteorologie Bezeichnung für das allgemeine Zirkulations-System, das heißt für die typische globale Wind- und Druckverteilung. Die Zirkulation der Atmosphäre bewirkt zusammen mit den warmen und kalten Meeresströmungen der Ozeane, dass die Temperaturverteilung der Erdoberfläche zwischen Äquator und den Polen wesentlich ausgeglichener ist, als sie es der sehr unterschiedlichen Einstrahlung zufolge sein müsste. |
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| Zirkumglobalstrahlung |
| Sie umfasst direkte Sonnenstrahlung, diffuse Himmelsstrahlung und kurzwellige Reflexstrahlung des Untergrundes. Da mit ihr die gesamte auf einen Körper treffende kurzwellige Strahlung erfasst werden kann, ist sie vor allem für bioklimatische Fragestellungen von Bedeutung. Sie wird mit einem Kugel-Pyranometer nach Bellani gemessen. |
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| Zodiakallicht |
| Das Zodiakallicht, auch Tierkreislicht genannt, ist eine nach Sonnenuntergang im Westen und vor Sonnenaufgang im Osten sichtbare, diffuse Aufhellung des Nachthimmels infolge von Streuung des Sonnenlichtes an interplanetarischer Materie. Die Aufhellung im Gegenpunkt der Sonne heißt Gegenschein. |
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| Zonale Tiefdruckrinne |
| Die zonale Tiefdruckrinne liegt zwischen einem warmen Subtropenhoch und einem teilweise kalten Polarhoch, wobei die Frontalzone quer durch Mitteleuropa verläuft. Sie tritt mit raschem Ablauf von Wellenstörungen hauptsächlich im Sommer auf. |
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| Zonale Zirkulation |
| Die zonale Zirkulation ist eine Luftströmung, die von West nach Ost oder auch von Ost nach West gerichtet ist. Der Gegensatz ist die meridonale Zirkulation, bei der die Luftströmungen von Nord nach Süd oder von Süd nach Nord gerichtet sind. |
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| Zug |
| Luftbewegung, insbesondere Aufwärtsbewegung erhitzter Gase in einem Kamin, aber auch leichte Luftbewegung in Räumen (Durchzug), deren Schädlichkeit für die Gesundheit darauf zurückgeführt wird, dass die natürliche Abwehr des Körpers gegen Abkühlung, die bei stärkerer Luftbewegung einsetzt, bei schwachem Zug noch nicht eintritt und dadurch Erkältungen hervorruft. |
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| Zurückdrehen des Windes |
| So nennt man eine Änderung der Windrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn, etwa von Nord über West nach Süd. Es ist beim Durchzug eines Tiefdruckgebiets im Süden des Beobachtungsortes festzustellen. Wetterkundler nennen das Zurückdrehen des Windes auch Krimpen. |
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| Zwielicht |
| Unter Zwielicht versteht man eine schwache Beleuchtung, die durch diffuse Lichtquellen entsteht, z.B. bei Dämmerung und künstlichem Lampenlicht (Zweilicht); es wird als unangenehm empfunden, weil es die Farben verfälscht und auf das Sehvermögen störend wirkt. |
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| Zwischenhoch |
| Hochdruckgebiet, das zwischen zwei aufeinander folgenden Tiefdruckgebieten eingebettet ist und mit diesen meist ostwärts weiter wandert. Schönes Wetter ist in ihm nur von begrenzter Dauer. Im Zwischenhoch gibt es meist strahlungsbedingte große Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. |
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| Zyklogenese |
| Darunter verstehen Meteorologen die Neubildung von Zyklonen (Tiefdruckgebieten). Der Gegensatz hierzu ist die Zyklolyse, also die Auflösung von Tiefdruckgebieten. Beide Vorgänge zu erfassen, spielt für die Wettervorhersage eine wichtige Rolle. |
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| Zyklonales Wetter |
| Meteorologischer Ausdruck für Wetter, das unter dem Einfluss von Tiefdruckzonen steht. Der Gegensatz hierzu ist das antizyklonale Wetter. Es steht unter Hochdruckeinfluss. |
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| Zyklonenfamilie |
| So nannte V. Bjerknes (1862-1951) eine Folge von Zyklonen, die an der Polarfront (Frontalzone) entstehen und meist ostwärts wandern. Entsprechend des zeitlichen Unterschiedes im Entstehen treten die Zyklone großräumig in Erscheinung, von der Wellenstörung über das Reifestadium bis hin zur Okklusion. |
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